Mit den Sternen investieren – 7er-Zyklus und Schuldenproblematik

Von Claude Weiss

12. August 2014

Es hat uns ausserordentlich gefreut, in der NZZ vom Montag, 11. August, zwei Artikel zu lesen, die ähnliche Überlegungen zum Ausdruck bringen, wie jene, die in der Rubrik „Mit den Sternen investieren“ der am 1. August erschienenen Astrologie Heute-Nr. Aug./Sept. 2014 angestellt wurden, inklusive praktisch identischer Schlussfolgerungen. Bei den Beiträgen der NZZ handelt es sich um die Artikel „7-Jahre-Zyklus deutet auf zentralen Gipfel hin“ von Michael Rasch und „Schnelles Kreditwachstum führt unmittelbar in die nächste Krise“  von Christof Leisinger. In seinem Artikel zum 7-Jahres-Zyklus erwähnt Michael Rasch die von manchen Marktteilnehmern als hoch erachtete Wahrscheinlichkeit „dass sich derzeit ein zentrales zyklisches Top bildet, oder es zumindest einen längeren Prozess der Gipfelbildung gibt, von dem aus es einen grösseren Abschwung geben dürfte, der dann wiederum voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2015 zu einem signifikanten zyklischen Tief führen könnte.“  Grund dafür ist der 7-Jahres-Zyklus, gemäss welchem im letzten Jahrhundert bis in die 30er-Jahre zurückgehend alle 7 Jahre (mit zwei Ausnahmen einer kürzeren Dauer von 6 Jahren und einer Ausnahme einer längeren Dauer von 8 Jahren) ein Top gebildet wurde. Die jüngsten Beispiele davon sind die Jahre 2000 und 2007, sodass ein nächstes Top im Jahre 2014 wahrscheinlich erscheint. Rasch beeilt sich hinzuzufügen, dass es sich dabei nicht um eine exakte Wissenschaft handelt und der Zyklus „etwas esoterisch“ klingen mag, die Bildung von Spitzenwerten alle 7 Jahre sich jedoch anhand des Charts-Verlaufs nachvollziehen lasse. Genau dies belegten wir in Astrologie Heute durch eine beinahe identische Grafik, die im weiter unten abgedruckten Artikel aufgeführt ist.

Der zweite Artikel der NZZ vom 11. August von Christof Leisinger zum schnellen Kreditwachstum bezieht sich auf die Gefahr, die unmittelbar vor dem Ausbruch von Finanzkrisen dadurch entsteht, dass private Haushalte „in kurzer Zeit sehr viel Kredite im Verhältnis zu ihrem Einkommen“ aufnehmen. Dazu wird Richard Vague von Gabriel Investments zitiert, der soeben im Juli das Buch „The Next Economic Desaster“ veröffentlicht hat und darin ausführt, dass die private Schuldenlast nicht nur in Europa, sondern auch in China in den letzten 5 Jahren im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung „um mehr als 50%“ gestiegen sind. Dabei habe Vague die Rahmenbedingungen von 22 Wirtschaftkrisen analysiert, die seit dem Zweiten Weltkrieg in wichtigen Nationen stattgefunden haben, wobei er in sämtlichen Fällen zum gleichen Resultat kommt: „Jede davon lasse sich durch die rasante Zunahme privater Verbindlichkeiten in den entscheidenden 5 Jahren unmittelbar vor dem Ausbruch der Turbulenzen charakterisieren.“ Dies trifft auch für die letzte Finanzkrise des Jahres 2008 zu, in welcher in den USA „problembehaftete Forderungen im Gegenwert von etwa 2,5 bio $“ einem Bankensystem gegenüber standen „das nur über 1,5 bio $ an Eigenkapital“ verfügte.

Unser Punkt war, dass Chinas globale Schulden (Regierung, Firmen und Haushalte) im Jahre 2000 noch 105% des BIP betrugen und inzwischen auf 226% angestiegen sind mit Schätzungen, die bis 2016 265% des BIP betragen. Das Fazit lautet, dass nicht nur für die USA (und Europa) die privaten, geschäftlichen und staatlichen Schulden seit einiger Zeit schneller wachsen als das BIP, sondern dies auch für eine völlig andere Wirtschaft wie jene Chinas gilt.

Damit Sie sich ein direktes Bild der brisanten Situation machen können, die wir in der Kolumne „Mit den Sternen investieren“ der Aug./Sep. 2014 Nummer von Astrologie Heute beschreiben, drucken wir den entsprechenden Artikel im Folgenden ab. Er beginnt mit Sträfliche Sorglosigkeit trotz besorgniserregender Nachrichten… (mehr)

zurück