Aktienbörsen 2014: Warum die Party vorbei sein könnte

Von Claude Weiss

3. Februar 2014

Tabelle1Wenn ich Anfang 2014 auf die Börsen blicke, kommen mir Erinnerungen an die Zeit von Anfang 2001 und Anfang 2007 hoch. Damals warnte ich bereits in der Dezember 2000/Januar 2001-Nr. von Astrologie Heute in einem Artikel „Ausblick 2001“ vor „markanten Korrekturen“ an der Börse. Deutlicher wurde ich, nachdem ich die Bedeutung des Saturn/Pluto-Zyklus für die Börsen entdeckt hatte, in der April/Mai 2001-Nr. mit dem Artikel „Börse: Ist die Party vorbei?“ (Die Erkenntnisse zum Saturn/Pluto-Zyklus sind im heute noch abrufbaren Internet-Artikel „Der Saturn/Pluto-Zyklus und die Börse“ vom 23. März 2001 nachzulesen.)

Zu einer ähnlichen Warnung fühlte ich mich im Februar 2007 im Internet-Artikel vom 21. Februar 2007, „Finanzmärkte: Unheimliche Ruhe vor dem Sturm“, veranlasst.  Die folgenden Zeilen des damaligen Artikels könnten – inklusive dem darin erwähnten Aspekt – auch für die Situation von Anfang Januar 2014 gelten:

„[Es] stimmt […] nachdenklich, dass die meisten Anleger, Banker und Börsenspezialisten […] in jener Euphorie verharren, welche Jupiter […] im Quadrat zum Uranus mit sich bringt. Zu oft wird dabei vergessen, dass Jupiter im Quadrat zum Uranus – eine kapitalistisches Denken fördernde Konstellation – auch zu recht plötzlichen und unerwarteten Umkehrungen und Überraschungen führen kann, welche alle, die nicht fest im Sattel sitzen oder sich auf gefährliches Gebiet vorgewagt haben, zu Boden werfen kann […]. Die Tatsache, dass der gegenwärtige Bullenmarkt […] seit vier Jahren stetig neue Maxima erklimmt, ist ungewöhnlich und scheint viele Anleger unvorsichtig werden zu lassen.“ (Der jetzige Bullenmarkt dauert bereits vier Jahre und elf Monate.) 

Für jene Anlegerinnen und Anleger, denen die Zeiten von 2001/2002 und 2007/2008 nicht mehr präsent sind, sei daran erinnert, dass in diesen Perioden nach einem Allzeithoch (US-Börse) ein Rückgang einsetzte, der zu Tiefs im Oktober 2002 (US-Börsen) beziehungsweise März 2003 (europäische Börsen) und März 2009 führte, wobei die Aktienkurse der betreffenden Märkte jeweils 35–50 % (US-Börse) und 50–75 % (europäische Börsen) ihres Wertes einbüssten. Die Hauptgründe für diese Crashs waren bekanntlich in der erstgenannten Periode von 2000–2003 die Dotcom-Blase und 2007–2009 die Subprime-Krise  und die durch tiefe Zinsen und die Gewährung von Ramschhypotheken ausgelöste Blase am US-Häusermarkt. Dem Crash gingen an der US-Börse spekulative Hochs im Januar 2000 und im Oktober 2007 voraus.

Ich bin der Meinung, dass wir uns heute in einer ähnlichen Phase befinden und das letzte Hoch entweder am 31. Dezember 2013 gebildet wurde oder bis Ende April 2014 erreicht sein wird. Der Grund für diese Annahme: 2000/2001, 2007 und August 2013 – April 2014 konstellieren sich Jupiter/Pluto-Hauptaspekte (Konjunktion bzw. Opposition), die von Jupiter/Uranus-Quadraten flankiert werden. Deren Ablauf ist in Tabelle 1 dargestellt.

 

Warum führen die Jupiter/Pluto- und Jupiter/Uranus-Aspekte zu Blasen, denen eine Korrektur folgt?

Dazu muss als Erstes die besondere Situation betrachtet werden, in der wir uns seit 2001 und bis 2020 befinden. Diese Periode entspricht dem abwärts gerichteten Saturn/Pluto-Zyklus, der von Opposition bis Konjunktion reicht und für die Aktienbörsen negativ verläuft. In dieser Phase wird der Wert von Aktienanlagen normalerweise durch Crashs und Inflation erodiert. Dies war nach der Opposition von 1931 (+/- 1 Jahr) und 1965/1966 der Fall. Erst nach der nächsten Saturn/Pluto-Konjunktion von 1947 bzw. 1982 zeigten die Börsen zuverlässig nach oben. Dies dürfte auch ab der nächsten Konjunktion von 2020 der Fall sein.

Seit der Jahrtausendwende wird dieser Prozess von Boom und Bust, von Euphorie und Ernüchterung allerdings nicht mehr sich selbst überlassen. Gehen Wirtschaft und Börse zurück, springen die Notenbanken ein, indem sie die Zinsen massiv senken, die Geldpresse anwerfen und neuerdings durch massive Interventionen gar Staatsanleihen und faule Hypotheken aufkaufen. Solche Eingriffe haben astrologisch mit der Symbolik des Planeten Jupiter zu tun. Jupiter entspricht der Symbolik des Retters, der in der Not hilft und des Weihnachtsmanns, der reich beschenkt. Er verkörpert aber auch das Prinzip der Übertreibung und der Verwöhnung. In Verbindung mit Pluto steigern sich diese Entsprechungen ins Unermessliche. Dies kann einen Machbarkeitswahn auslösen, der dazu führt, dass kübelweise frisch gedrucktes Geld ausgeschüttet wird, um damit Probleme zu „lösen“, indem man sie mit Geld zuschüttet. Es kommt wohl nicht von ungefähr, dass jener, der diese Methode in den letzten Jahren mit grosser Überzeugung angewendet hat, bereits bei seinem Amtsantritt im Jahre 2006 den Übernamen, „Helikopter-Ben“ trug. Dieses Kürzel hatte Ben Bernanke - neuer US-Notenbankchef ab 2006 - erhalten, als er erklärte, im Falle einer Rezession Banknoten vom Helikopter aus auf die Menschen abzuwerfen, um dieser entgegen zu wirken. Seinem Grundsatz ist er jedenfalls treu geblieben und er hat sich, als die Wirtschafts- und Bankenkrise im Jahre 2008 akut ausbrach, astrologisch gesprochen als „Super-Jupiter“ betätigt. Damit setzte er die Politik seines Vorgängers Alan Greenspan noch dezidierter fort, der bereits zwischen 2001 und 2003 die US-Leitzinsen von 6.5 auf 1 % senkte und damit die Voraussetzungen für die Spekulationen am US-Häusermarkt schuf, die zur Subprime-Krise führten. Zwar war der Leitzins zwischen 2004 und 2006 wieder auf 5 ¼ % angehoben worden, aber dies war zu spät, um die spekulative Entwicklung aufzuhalten. Zwischen Ende 2007 und Ende 2008 wurde wieder nach dem gleichen Rezept verfahren, indem die Zinsen erneut – dieses Mal nun auf 0.25 % – gesenkt wurden und bis heute auf diesem Niveau verharren. Die Anleger haben sich inzwischen so sehr an die Möglichkeit gewöhnt, günstig Schulden zu machen, dass jegliche Aussicht auf eine Zinserhöhung Panikreaktionen auslöst und die Aktienkurse stürzen lässt. Die Wirkung des Dopings „tiefe Zinsen“ lässt mit der Zeit jedoch nach und es stellt sich die Frage, was die Zentralbanken – allen voran das FED – noch für Möglichkeiten haben, die Wirtschaft und die Börse so anzukurbeln, dass sie nicht auf normale Mass, durch die Gewinnzahlen der Unternehmen gerechtfertigte Werte zurückfällt. Tut sie dies nämlich, dürfte sie dabei überschiessen, so wie das Pendel, das zu stark in eine Richtung ausschlug, danach über das normale Mass hinaus in die andere Richtung schlägt. Dass die Gefahr dafür besteht, zeigen die astrologischen Konstellationen – zumindest dann, wenn sich die Korrelationen, die man im Zusammenhang mit dem Jupiter-Zyklus seit 2000 beobachten konnte, wiederholen.

Astrologische Gemeinsamkeiten zwischen 2000/2001, 2007 und 2013/2014

Tabelle 1 zeigt, dass die im Zeitfenster von Mai 2000 bis Mai 2001, dann von Januar bis Dezember 2007 und schliesslich von August 2013 bis April 2014 von Jupiter/Pluto-Hauptaspekten (Opposition oder Konjunktion) und Jupiter/Uranus-Quadraten geprägt sind. Dies hat damit zu tun, dass der Jupiter/Pluto-Zyklus 13 Jahre beträgt, so dass es alle 6 ½ Jahre zu einer Konjunktion oder zu einer Opposition kommt. Dabei entfaltet sich in der gegenwärtigen Periode gleichzeitig die Quadratur des Jupiter/Uranus-Zyklus, dessen Dauer 14 Jahre beträgt, womit es alle 7 Jahre zu einem Quadrat kommt.

Interessant ist nun, dass die US-Börse – und im grossen und ganzen auch die anderen westlichen Börsen – bis zur letzten Jupiter/Pluto-Opposition oder –Konjunktion der aufgeführten Zeitfenster bisher ein Hoch bildeten (bei der US-Börse ein Allzeithoch, bei den anderen aufgeführten Börsen zumindest ein eindrückliches Hoch) und noch vor dem letzten Jupiter/Pluto-Aspekt ein Rückgang eingeleitet wurde, der innerhalb der nächsten 1–2 Jahre zu einem substanziellem Tief von 35– 50 % (US-Börse) oder mehr (europäische Börsen) führte.

Jupiter/Pluto: Das grosse Spiel

Dass zwischen Jupiter/Pluto-Hauptaspekten (Konjunktionen und Oppositionen), begleitet von Jupiter/Uranus-Quadraten und Aktienbörsenhochs, die kurz vor einem Umschlag stehen, ein Zusammenhang besteht, macht durchaus Sinn. Jupiter/Pluto symbolisiert nämlich nicht nur die oben aufgeführten grossen Interventionen, die einen massiven Eingriff in den normalen Verlauf der Dinge bedeuten wie die betrügerischen Angebote von Subprime-Hypotheken, die in den Jahren 2007/2008 die grosse Finanzkrise auslösten, oder die mit allen verfügbaren Mitteln durchgeboxte gegenwärtige Tiefzinspolitik. Dieser Aspekt steht auch für massive Spekulation, bei der alles auf eine Karte gesetzt und grosse Risiken eingegangen werden. Man trifft diese Konstellation auch bei Gauklern an, die das grosse Spiel spielen, im Casino die Bank sprengen und gross absahnen oder jäh abstürzen und dabei anvertraute Ressourcen und Ersparnisse vergeuden. Wer unter solchen Konstellationen Kredite aufnimmt und damit spekuliert, riskiert viel. Nur wer Bodenhaftung pflegt und Bescheidenheit übt, versteht es, sich und seine Anlage vor Abstürzen zu bewahren. Entscheidend ist bei diesem Aspekt, wie Macht – auch finanzielle – eingesetzt wird. Schielt sie auf kurzfristige Erfolge und persönliche Bereicherung – bzw. die Bereicherung einer kleinen Gruppe von Privilegierten – oder dient sie längerfristig der Gemeinschaft und dem Ganzen? Je nach Motivation kann damit Grosses bewirkt werden oder man steuert auf einen finanziellen und/oder gesellschaftlichen Bankrott zu.

Jupiter/Uranus: This time is different

Symbolisiert ein Jupiter/Pluto-Hauptaspekt die Fähigkeit, eine Theorie - die zur verbindlichen Lehre erhoben wird - mit grosser Überzeugungskraft herauszuposaunen, so steuert ein gleichzeitig stattfindendes Jupiter/Uranus-Quadrat Erfindungsgeist und das Konstrukt bei, um die Theorie andern schmackhaft zu machen. Dazu gehört, dass Zweifler, die sich auf ihren gesunden Menschenverstand berufen, mundtot gemacht werden, indem man ihnen mithilfe ausgeklügelter Modelle und Statistiken vorgaukelt, dass „es dieses Mal anders ist“. Dies ist auch der Titel eines beeindruckenden Werks von Carmen Reinhart und Kenneth Rogoff über die Finanzkrisen der letzten 800 Jahre. In ihrer Würdigung des 2009 erschienenen Buches meint die "Frankfurter Allgemeine", dass dieser Spruch auch eine Lebenseinstellung charakterisiert, „die sich glänzend zur Vernichtung von Vermögen eignet und zudem erklärt, warum sich Finanzkrisen wiederholen und keine Lehren aus der Vergangenheit gezogen werden." Die FAZ folgert weiter: "In Zeiten stark steigender Vermögenspreise – seien es Aktienkurse oder Immobilienpreise – finden sich stets Vertreter der Ansicht, dass es sich bei der Hausse dieses Mal nicht um den Vorboten eines Zusammenbruchs handele, sondern um eine wirtschaftlich völlig gesunde Entwicklung. Diesen Vertretern des ‚Dieses Mal ist alles anders’ wird gerne geglaubt – bis der Crash dann doch kommt und sich das Publikum völlig erstaunt fragt, wie es nur dazu kommen konnte und warum es nicht gewarnt wurde.“

Unter kombinierten Jupiter/Uranus- und Jupiter/Pluto-Aspekten können in der Finanzwelt neue Theorien und Konzepte entwickelt und zum Einsatz kommen, die mit grosser Power durchgesetzt werden. Das neue Konstrukt wird in Form einer bildhaft ausgeschmückten „Story“ über alle Kanäle verbreitet, und die Anleger haben während einiger Zeit die Möglichkeit, die Erfahrung zu machen, dass es scheinbar funktioniert (ähnlich dem Geschäftsmodell eines Schneeball- oder Pyramiden-Systems). Es braucht meist einige Zeit, bis sich die Anleger mit dem neuen Modell angefreundet haben. Die Zeitqualität der Jupiter-Aspekte erzeugt aber eine Bereitschaft an Wunder zu glauben, und es gibt unter solchen Himmelskonstellationen immer mehr Investoren, die sich der neuen Sichtweise anschliessen und bei steigenden Kursen in den Aktienmarkt (den Immobilien-, Rohstoffmarkt etc.) drängen, bis die Blase platzt. Die letzten beiden Male platzte sie regelmässig vor dem letzten Jupiter/Pluto-Hauptaspekt, aber es dauerte häufig noch einige Zeit, bis die Anlegerinnen und Anleger zur Erkenntnis kamen, dass sie die neuen, ihnen liebgewordenen Theorien aufgeben müssen.

Alle 6-7 Jahre eine Blase, gefolgt von einem Crash

Wenn man das Geschehen mit der Historie der letzten Jupiter/Pluto- und Jupiter/Uranus-Konstellationen vergleicht, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich auch Anfang 2014 eine Blase vorbereitet, die wohl platzen wird. Davor warnen wir heute, wie wir dies bereits 2000/2001 und 2007 taten. Dies war Anfang 2001 noch vor dem letzten Hoch des Dow Jones vom 22. Mai 2001 auf 11350 (nach einem Allzeithoch vom Januar 2000 auf über 11750 und Zwischentiefs vom Oktober 2000 auf 9650 und vom März 2001 auf 9100). Bis Oktober 2002 (USA) und März 2003 (Europa) tauchten die Börsen dann um 38 % (DJ), 56 % (SMI) bzw. 73 % (DAX).

Das Gleiche taten wir im Februar 2007 und zwar bereits ganz am Anfang der Serie von Jupiter/Uranus-Quadraten, die sich zwischen Januar und Oktober 2007 entfalteten und lange vor der Jupiter/Pluto-Konjunktion vom Dezember 2007. Während Ende 2000 unsere Sorge der platzenden Dotcom-Blase galt, beunruhigte uns Anfang 2007 die sich abzeichnende Subprime-Krise. SMI und DAX stiegen dann noch bis Juni/Juli und der Dow Jones bis Oktober – wonach es dann zu einem steilen Absturz bis zum Frühjahr 2009 kam, in welchem die Indizes gut die Hälfte ihres Wertes einbüssten.

Interessanterweise zeigt die US-Leitbörse hinsichtlich Hochs der Jahre 2000/2001, 2007 und den bisher beobachteten Höchstkursen vom 31. Dezember 2013
einen ähnlichen Verlauf: Betrug beim Dow Jones das Hoch der Jahre 2000/2001 knapp über 11700, so wurde dieser Wert im Oktober 2007 mit einem Kurs von knapp 14200 um knapp 2500 Punkte überboten. Der bisherige Höchstkurs, der zum Jahreswechsel 2013/2014 erreicht wurde, betrug knapp 16600 und lag damit 2400 Punkte über dem Hoch von 2007. Dieser Wert vom 31. Dezember 2013 wurde im Januar 2014 bisher nicht mehr überboten. Heisst dies, dass wir damit das Hoch der neuen Jupiterphase von 2013/2014 gesehen haben könnten? Dies ist möglich, aber es ist noch zu früh, um dies mit Sicherheit feststellen zu können. Wenn sich die Vergangenheit wiederholt, können nämlich Höchstkurse grundsätzlich bis April 2014 stattfinden – mit den letzten Jupiter/Pluto- und Jupiter/Uranus-Aspekten, die sich am 20. April – einen Tag vor der fünften Uranus/Pluto-Quadratur – ereignen.

Astrologische Zyklen warnen vor Euphorie

Wenn man die zyklischen Zusammenhänge, welche die Astrologie nahelegt, ausser Acht lässt, hatte man allen Grund, hinsichtlich Aktienbörsen für das Jahr 2014 positiv eingestellt zu sein. Dies widerspiegelt sich auch in den Kommentaren der meisten Banken und Analytiker vom Dezember 2013 zum Jahre 2014 mit einem weitverbreiteten Konsens einer voraussichtlich 8-12 prozentigen Kurssteigerung der Aktien im Jahre 2014. Inzwischen gibt es allerdings einige Analytiker, die hinsichtlich dieser Prognose vorsichtiger geworden sind. Seit 1972 gibt es nämlich eine von Yale Hirsch entdeckte Regel, dass die US-Börsen sich während des Jahres häufig in der Richtung entwickeln, wie sie dies im Januar tun. Die Regel gilt allerdings nicht strikt, sondern sie ist eine Approximation. Beobachtungen am Dow Jones seit Beginn des Indexes im Jahre 1896 ergeben bei einem Beobachtungszeitraum von 117 Jahren 41 Jahre mit negativer Indexentwicklung im Januar (35 % der Fälle). Von diesen 41 Jahren mit negativer Januar-Indexentwicklung waren 26 Jahre (63 % davon) von einer negativen Jahresentwicklung begleitet. Fiel der Januar hingegen positiv aus, folgte seit 1945 beim S&P 500 in 84 % der Fälle ein Börsenjahr mit Gewinnen (The Wall Street Journal  "MarketWatch", 31.1.2014)

Eine stärkere Aussagekraft haben dabei wohl die zyklenbezogenen Beobachtungen von Raymond Merriman. Er stellt fest, dass die längste Rallye eines 4-Jahres-Zyklus historisch gesehen 60 Monate (August 1982 – August 1987) betrug. Sie endete mit einem 40 prozentigen Rückgang innerhalb der nächsten zwei Monate. Die zweitlängste Rallye dauerte 56 Monate (Juli 1932 – März 1937). Im Anschluss daran büsste der Dow Jones innerhalb der nächsten 12 Monate 50 % seines Wertes ein.

Die gegenwärtige Bullenmarkt-Rallye dauerte bisher 57 Monate (9. März 2009 – 31. Dezember 2013). Damit hätten wir es mit dem zweitlängsten 4-Jahres-Bullenmarkt zu tun. Kommt es noch ab März 2014 zu einem neuen Hoch, wird der bisherige Rekord gebrochen.

Übrigens: Die von uns im Zusammenhang mit bisherigen Umschlagpunkten beschriebenen Jupiter/Pluto-Hauptaspekte und Jupiter/Uranus-Quadrate gab es – allerdings weniger präzise als die letzten beiden Male – auch bei den bekanntesten Crashs der Geschichte, jenem von 1929–1932 und 1987: Zwischen 1930–1931 gab es drei Jupiter/Uranus-Quadrate und eine Jupiter/Pluto-Konjunktion, der Crash von 1987 ereignete sich zwischen den drei Jupiter/Uranus-Quadraten von 1986/1987 und der Jupiter/Pluto-Opposition von 1988. Aufgrund dieser vielfachen Zusammenhänge erstaunt es nicht, dass die Jupiter/Pluto-Konjunktionen und –Oppositionen mit Crashs in Verbindung gebracht werden, und dies gilt ganz besonders, wenn Uranus mit im Spiel ist.

 

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