Finanzbericht für die Woche vom 15. Oktober 2018

Rückschau und Vorschau

„Ich glaube, das FED begeht einen Fehler. Sie machen alles so straff. Die sind verrückt geworden!“ So der Präsident. Die Befürchtungen über einen raschen Anstieg der Zinsen führten dazu, dass der DJIA am Mittwoch satte 800 Punkte einbüßte. „Eigentlich ist es ja die Korrektur, auf die wir seit längerem warten, aber was das FED macht, findet wirklich nicht meine Zustimmung“, fügte der Präsident hinzu.“– Thomas Franck,„Trump Says the Federal Reserve has ‚Gone Crazy‘ by Continuing to Raise Interest Rates“ („Trump: FED ‚verrückt‘ wegen fortgesetzter Zinserhöhung.“), www.cnbc.com, 10. Oktober 2018.

„Er beschuldigte das FED, den massiven Kursrutsch in dieser Woche bei den Aktien verursacht zu haben – der DJIA fiel allein am Mittwoch um mehr als 800 Punkte. Und auch am Donnerstag sanken die Kurse weiter. „Das ist eine Korrektur, die meiner Meinung nach vom FED und von den Zinsen ausgeht.“, verlautete der Präsident aus dem Oval Office. Er glaube, das FED sei bei weitem zu strikt mit seiner Geldpolitik. Er fügte hinzu, „Sie machen einen Fehler. Das ist nicht in Ordnung.“– Michael Sheetz, „Trump Says the Federal Reserve Caused the Stock Market Correction” (“Trump: FED hat Aktienmarkt-Korrekturen verursacht”), www.cnbc.com, 11. Oktober 2018.

Da stehen dem FED eine Menge Saturn-Themen ins Haus und das bedeutet, dass das FED sich auf eine genaue Überprüfung gefasst machen muss. Es wird genötigt, Rechenschaft für seine Handlungen in der Vergangenheit abzulegen. Saturn-Transite verweisen auf eine Phase, in der Rechenschaftslegung verlangt wird. Das FED wird wahrscheinlich sehr scharf kritisiert, und wenn es nicht zur Zufriedenheit seiner Inquisitoren antworten kann, wird das Konsequenzen nach sich ziehen. Seine Unabhängigkeit könnte gefährdet sein und seine Macht wird entweder beschnitten oder gänzlich zerschlagen.“ –Raymond Merriman, Voraussagen für 2018, geschrieben im November 2017.

Verzeihung, Herr Präsident, aber das muss ich doch erwähnen. Was ist mit Ihrer fortgesetzten Kampagne, die den Welthandel mit der Androhung von Strafzöllen konfrontiert? Die Aktienmärkte lieben keine Ungewissheiten, mal ganz davon zu schweigen, dass diese Zölle einer neuen Verbrauchersteuer gleichkommen, wenn Sie sie, wie oft von Ihnen für sehr bald angekündigt, in Kraft treten lassen. Damit werden die Erleichterungen Ihrer letzten Steuerreform, die Sie so kühn über die Hürden der Gesetzgebung gebracht haben, weggewischt. Was ist mit dem von Ihnen neulich unterzeichneten Haushalt, der eine weitere Billion Dollar an Staatsverschuldung vorsieht? Wir befinden uns wieder in den ersten Jahren der vorigen Administration: Unser Haushaltsdefizit ist horrende, die Staatsschulden steigen erneut! Glauben Sie nicht, dass diese Faktoren nicht auch ihren Teil zu dem schweren Kurssturz der letzten Woche beitragen? Die Steuerreform vom Dezember 2017 wurde von den beiden Kongresskammern, beide von den Republikanern kontrolliert, angenommen. Der Kongress hatte im letzten Jahrzehnt um solche Maßnahmen gekämpft. Hinzu kamen Ihre eigenen Anstrengungen in Sachen Deregulation. Und zudem wurden Maßnahmen im Blick auf die nationale Sicherheit getroffen. Jawohl, all das hat „Amerika wieder groß gemacht“. Und wieder sicher – jedenfalls aus wirtschaftlicher und militärischer Sicht. Das waren die zugrundeliegenden Wirkmächte, die zum explosiven Anstieg der Aktienmärkte seit der Wahl geführt haben. Und ein wichtiger Faktor bei diesem Vertrauen, das zu der bullischen Entwicklung bei den Aktien und in der gesamten US-Wirtschaft führte, war die klare, stetige Politik des FED. Der graduelle Anstieg der Zinsen, nicht so unvermittelt und nicht gleich so stark, hat zusätzliche Mittel auf die Sparkonten geführt, was ebenfalls zum Vertrauen des Landes in seine Zukunft beiträgt.

Wie in den Voraussagen für 2018 erläutert, kann die Unabhängigkeit des FED massiv gefährdet sein. Und ich vermute, dass auch das zu den Sorgen der Investoren nach den Statements der letzten Woche beigetragen hat.

Die internationalen Aktienmärkte erlebten im größeren Teil der letzte Woche einen Ausverkauf. Am 3. Oktober hatten einige Indizes Allzeit-Hochs erreicht, exakt zu unserem 3-Sterne-Umschwungdatum, das eng mit der beginnenden Rückläufigkeit von Venus am 5. Oktober verknüpft war. Wie in unseren letzten beiden Kolumnen diskutiert, bedeutet die rückläufige Venus eine der stärksten kosmischen Konstellationen, die in unseren Untersuchungen mit Blick auf wichtige Trendwenden auf Aktienmärkten eine Rolle spielen. Die rückläufige Venus war mit dabei, als am 6. März 2009 der schlimmste Bärenmarkt seit der Großen Depression endete und der derzeitige Bullenmarkt startete. Die Tatsache, dass die internationalen Aktienindizes zur selben Zeit ihre Trendumkehr erlebten, verweist auf die Bedeutung der geokosmischen Transite in ihren Wirkungen auf das Kollektiv der Menschheit und als wertvolles Instrument zum Markttiming.

Zudem ist bedeutsam, dass mit dem Absturz der Aktienmärkte in den letzten Wochen Gold auf seinen höchsten Stand seit über zwei Monaten kam, indem es aus einer Dreiecks Formationen nach oben hin ausbrach: Am 10. Oktober trat der heliozentrische Merkur ins Zeichen Schütze ein. Alles in allem war das eine sehr interessante Woche, die erneut den Wert der Finanzastrologie als wichtiges Werkzeug zum Markttiming unterstrich.

 

Kurzfristige geokosmische Konstellationen und längerfristige Gedanken

„Am letzten Donnerstag, am 4. Oktober, während das Kapitol ganz im Zeichen der Debatte um die Brett-Kavanaugh-Nominierung für den Obersten Gerichtshof stand, geschah einige Häuserblocks weiter etwas, das mindestens ebenso langfristige Bedeutung hat, das jedoch weithin unbeachtet blieb. Vizepräsident Mike Pence ließ eine beachtliche Breitseite gegen China von 40 Minuten Dauer los. Das könnte später mal als Wendepunkt in den komplexen Beziehungen zwischen Washington und Peking betrachtet werden. Pence klagte China des Missbrauchs seiner wirtschaftlichen Macht an, es stehle amerikanische Technologie und drangsaliere genau die amerikanischen Firmen, die China beim wirtschaftlichen Aufschwung geholfen hätten.“– Gerald F. Seib, „The Significance of Pences’s China Broadside“ („Die Bedeutung von Pences Brandrede gegen China.“), Wall Street Journal, 9. Oktober 2018.

Irgendwas mache ich offenbar richtig. Im letzten Monat erhielt ich einige Briefe, die mir einen zu harschen Umgang mit Präsident Trump vorhielten. Das sei viel schlimmer als je zu vor bei früheren Präsidenten. Ironischerweise erhielt ich zugleich Briefe, die mir vorwarfen, ich würde Trump viel zu sehr unterstützen, weit mehr, als es bei früheren Präsidenten der Fall gewesen wäre. Das zeigt den schmerzhaften, ernsten Riss, der derzeit durch die Politik in den USA geht. Ich war gegenüber allen US-Präsidenten in diesem Jahrhundert (und davor) kritisch, zumal wenn sie Entscheidungen treffen und Handlungen verantworten, die die zeitgleichen geokosmischen Konstellationen spiegeln. Ich achte stets auf die Stories und Nachrichten, die das, was im Kosmos angezeigt ist, thematisch unterstreichen. Schließlich handelt es sich um eine Kolumne, die die Korrelation zwischen Zyklen der menschlichen Aktivitäten und Zyklen des Kosmos demonstrieren will. Unglücklicherweise sind die meisten Themen in den Nachrichten nicht von der positiven Wohlfühl-Art. Ich zitiere das, was man über die öffentlichen Medien wahrnehmen kann, insbesondere in Bezug auf Finanzen und Politik.

Die letzten beiden Wochen waren wegen des Beginns der Venus-Rückläufigkeit am 5. Oktober äußerst interessant. Wie üblich vollzogen die Aktienmärkte erstaunliche Umschwünge. Viele erreichten genau zum geokosmischen Umschwungdatum 3. Oktober neue Allzeit-Hochs. Der Grund für den Abschwung jetzt ist Gegenstand einer Debatte. Aber die meisten Nachrichten bringen hier den Zeitplan des FED zur weiteren Zinserhöhung ins Spiel. Auch das passt zur Geschichte der Venus-Rückläufigkeit, besonders wenn in Skorpion. Wenn also Venus rückläufig wird, kommen die Zentralbanken oft in die Schlagzeilen. Da ändert sich deren Politik, es gibt neue Ankündigungen, oder sie geraten, wie letzte Woche, in die Kritik von seiten der Politik selbst. Das ging hier unterschwellig, und damit sollte Einfluss auf die Zinspolitik der amerikanischen Zentralbank genommen werden. Das ist typisch für die rückläufige Venus. Die Zentralbanken werden noch für die nächsten sechs Wochen in den Schlagzeilen bleiben – solange Venus, von der Erde aus gesehen, rückwärts läuft.

Sonst passiert in den „kosmischen Schlagzeilen“ für die nächsten zwei Wochen wenig – bis zum Vollmond 23./24. Oktober. Dann ist auch Sonne in Opposition zu Uranus, kurz vor dem Rücklauf von Uranus in den Widder. Bis dahin dreht sich alles um Themen, wie sie zur rückläufigen Venus im Skorpion gehören: Zinsen, Schulden, Steuern, Zölle. Auch zum Eintritt der Vollmond/Uranus-Konstellation wird es noch um Zinsen gehen, denn auch Sonne/Uranus zeigt starken Bezug zu zinsbezogenen Märkten – Währungen, Treasuries usw. Und zudem spielen Technologie-Aktien eine Rolle. Alles in allem: Da in den nächsten zwei Wochen keine wichtigen geokosmischen Konstellationen anstehen, ist keine bedeutende Umkehr des am 3. Oktober eingeschlagenen Trends zu erwarten. Es hat in der Vergangenheit gelegentliche Ausnahmen von dieser Regel gegeben, aber als Regel hat dies über Jahre gute Dienste geleistet.

 


Über den Autor

Raymond Merriman ist professioneller Astrologe und Präsident der Merriman Market Analyst, Inc., ein Unternehmen, spezialisiert in Market Timing Produkten und Dienstleistungen. Er ist Verleger des "The MMA Cycles Report", ein Börsenbrief, welcher von Banken, Finanzinstituten, Investoren und Traders konsultiert wird. Merriman ist Verfasser einer Reihe von astrologischen Büchern und Entwickler zweier astrologischer Software-Systeme: Das FAR (Financial Astrological Research) und das SOS (Stock Optimizing Selector) – Programm, welche Traders in die Lage versetzen, künftige Umschlagpunkte in Aktien und Future-Märkten zu identifizieren. Er kann über seine Website erreicht werden.
 

Verwendungszweck: Ziel dieser wöchentlichen Kolumne ist es nicht, die zukünftigen Bewegungen der verschiedenen Finanzmärkte vorauszusagen. Dazu dienen die verschiedenen Abo-Berichte von MMA, im Gegensatz zu dieser Kolumne, die als kostenloser Service angeboten wird. Deren Zweck ist es, Leserinnen und Leser über die Verbindung zwischen astrologischen Faktoren, so wie sie sich am Himmel konstellieren, und menschlichen Aktivitäten zu informieren. Dabei wird gleichzeitig darüber berichtet, was an verschiedenen Börsen und weltweiten Finanzmärkten in der Vorwoche passierte und welche weiteren Entwicklungen und Veränderungen in der kommenden Woche antizipiert werden können. Die in diesem Zusammenhang wirksamen geokosmischen Faktoren werden gemäss dem Verständnis des Autors für solche Konstellationen interpretiert. Der Autor (Merriman) tut dies aus der Perspektive eines Analysten von Zyklen und im Hinblick auf militärische, politische, wirtschaftliche Entwicklungen und deren Bedeutung für die Finanzmärkte der Welt. Daraus können Aussagen resultieren, welche den Charakter von Voraussagen haben. Das primäre Ziel ist jedoch, bestehende Zusammenhänge aufzudecken und Leserinnen und Leser auf das psychologische Klima aufmerksam zu machen, welches gerade vorherrscht oder in der Zukunft zu erwarten ist – dies aus einer astrologischen Perspektive heraus. Dieses Vorgehen fusst auf der Hoffnung, dass dem Leser damit geholfen wird, die psychologische Dynamik zu verstehen, welche aktuellen Nachrichten zu politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen auf der Welt zugrunde liegt.

Disclaimer: Für das Eintreffen von in diesem Bericht gemachten Voraussagen kann keine Garantie übernommen werden. Entscheidungen hinsichtlich Investitionen und Handlungen an der Börse liegen ausschliesslich im Verantwortungsbereich des Lesers, und weder der Autor noch der Betreiber der Website, welcher diese Informationen veröffentlicht, kann für solche individuellen Entscheidungen verantwortlich oder haftbar gemacht werden. Leserinnen und Leser werden in diesem Zusammenhang auch darauf aufmerksam gemacht, dass der Handel mit Futures und Optionen hohe Risiken beinhaltet.



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